Wie baut man das beliebteste Fenster Tirols?

Fröhlich-Schule: Betriebsbesichtigung bei Holzbau Rieder im Zillertal

Die Tiroler Wirtschaftskammer sagt jungen Menschen, die den Tischler-Beruf erlernen wollen, „glänzende Zukunftsaussichten“ voraus! Denn der Beruf bietet vielfältige Möglichkeiten: Tischler_innen sind nicht nur talentierte Handwerker_innen, sondern auch begeisterte Fachleute für Design und Gestaltung, arbeiten mit Architekt_innen zusammen oder führen selbst erfolgreich Unternehmen.

Doch welche Anforderungen muss man als junger Mensch erfüllen, wenn man sich für diesen Lehrberuf interessiert? Diese Frage haben die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten NMS-Klasse der Fröhlich-Schule den Expert_innen im Zillertal gestellt: Holzbau Rieder wurde vor 70 Jahren in Kaltenbach gegründet und beschäftigt nun mehr als 400 Fachleute, die viele individuelle Fenster, Türen und Möbel für ihre Kundschaft fertigen.

Besonderes Highlight war dabei die Besichtigung der „Fenster-Fertigungsstraße“, wo  (nach eigenen Aussagen von Holzbau Rieder) Tirols beliebtestes Fenster produziert wird. Auch wenn viele Prozesse automatisiert ablaufen, sind das Fachwissen und das handwerkliche Geschick von gut ausgebildeten Tischler_innen dort unverzichtbar. Wie es um das eigene Fingerspitzengefühl bestellt ist, das konnten die Schüler_innen gleich selbst bei Silikon-Verfugungen ausprobieren. „Wenn Profis das vorzeigen, dann sieht das ganz leicht aus“, sagt Lehrerin Alexandra Fankhauser (sie wurde von ihren Kollegen Wolfgang Moosmayr, Rudi Wurm und Mario Pfister begleitet): „Doch wenn man diese Silikon-Verfugung selbst macht, sieht man, wie schwierig das ist und wie viel Training dafür nötig ist.“

Tischler schleift Holzfenster ab

Bild: makis7