Barrierefreies Innsbruck – geht das?

Schüler_innen des Gymnasiums Sillgasse haben  im Rahmen ihres Wahlpflichtfachs „Psychologie und Philosophie“ sechs Rollstühle aus dem slw Innsbruck ausgeliehen und die Stadt Innsbruck auf ihre Barrierefreiheit getestet. Dabei sollten sie im Selbstversuch ausprobieren, wie es sich anfühlt, im Rollstuhl in der Innenstadt unterwegs zu sein und dabei einzukaufen oder ein Museum zu besichtigen.

„Ich habe mir nie gedacht, dass es so anstrengend ist, mit einem Rollstuhl zu fahren bzw. dass es teilweise so schwer ist, mit einem Rollstuhl in Geschäfte zu kommen“, berichtet ein Schüler. Seine Kollegin ergänzt: „Ich habe großen Respekt vor den betroffenen Rollstuhlfahrern, in Hinsicht darauf, wie schwer es ist, alleine mit dem Rollstuhl unterwegs zu sein.“

„Wirklich froh um diese Erfahrung“

Wie sie sich gefühlt haben und welche Eindrücke sie aus diesem Selbstversuch mitnehmen, das stand bei einem anschließenden Besuch im slw Innsbruck auf dem Programm. Die Schüler_innen trafen dabei auf die beiden Rollstuhl-Nutzer Iris Maschler und Harald Biedner, die Einblick ihren Alltag und ihre Erfahrungen gaben. „Das Gespräch mit den beiden Betroffenen war sehr prägend für mich“, berichtet eine Schülerin, eine zweite ergänzt: „Mir war bis zu dem Treffen nicht klar, dass körperlich behinderte Menschen einen hervorragenden Sinn für Humor besitzen.“

Die Leiterin des slw Innsbruck, Meggy Willmeroth, gab den Schüler_innen auch einen kurzen Einblick in die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und in den derzeit laufenden Transparenzprozess in dem die Tiroler Behindertenhilfe neu geregelt werden soll. Stellvertretend für ihre Kolleg_innen zieht eine Schülerin mit diesen Worten Bilanz: „Ich bin wirklich froh um diese Erfahrung.“

 

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