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Große Augen und gespitzte Ohren

Am Donnerstag ist es meistens besonders spannend im Elisabethinum. Pünktlich um 08:30 Uhr sitzen daher die Kinder beim Morgenkreis in der Baobab-Klasse. Heute sind es mehr als sonst, denn die Mehrstufenklasse aus Tarrenz ist zu Besuch. Sie will sich die wöchentliche „Montessori Präsentation“ ansehen.

„Oft besuchen uns Klassen oder Kindergärten aus den Gemeinden rund um Axams. Die Tarrenzer Volkschule hat da schon eine weitere Anreise“, freut sich Sven Beier, Leiter der Schule des Elisabethinums, über die weitgereisten Gäste. Evelyn Anker, die die Mehrstufenklasse in Tarrenz leitet ist überzeugt: „Es ist wichtig, dass die Kinder raus aus dem gewohnten Umfeld kommen. Nur so lernen sie, sich auf neue Menschen und fremde Umgebung einzustellen und dem Ungewohnten offen zu begegnen.“

Im Anschluss an das morgendliche Begrüßungsritual gehen die Kinder in den Elisabethraum, um mehr über „Das Kommen des Menschen und die Entstehung der Schrift“ zu lernen. Die Spannung steigt - und der Geräuschpegel auch. Dann ist es soweit: In 45 Minuten wird die Entwicklung vom Australopithecus bis hin zum Homo Sapiens mit Hilfe von kleinen Figuren und einem schwarzen Band erklärt. Dass wir heute eine Schrift verwenden, die die Römer vor einigen 1000 Jahren erfunden haben, nehmen die Kinder mit Staunen auf.

Vor allem die chinesischen Schriftzeichen faszinierten die wissbegierigen Schüler_innen, die gleich nach der Präsentation in die Schreibwerkstatt stürmten, um dort selbst chinesische Zeichen zu malen.

Es ist jetzt Mittag und die Schüler_innen versammeln sich wieder in der Baobab-Klasse, um noch gemeinsam zu jausnen. Es gibt Semmeln. Danach geht es für die Gäste wieder zurück nach Tarrenz. Danke für den Besuch und bis zum nächsten Mal :)

 

In der Schule des Elisabethinums wird erfolgreich mit Montessori-Pädagogik gearbeitet. Sie beruht auf dem Bild des Kinds als „Baumeister seines Selbst“ und verwendet deshalb die Form des offenen Unterrichts und der Freiarbeit.

„Wir müssen das Kind führen, indem wir es frei lassen“, postulierte Maria Montessori (1870-1952), italienische Ärztin, Reformpädagogin und Philosophin. Montessori meinte damit jenen Freiraum, der es Kindern ermöglicht, zu selbstbewussten und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten heranzureifen.

Die „Montessori-Präsentation“ findet jeden Donnerstag im Elisabethinum in Axams statt und ist öffentlich zugänglich. Es gibt jeden Monat unterschiedliche Themenschwerpunkte die den Kindern nach dem Montessori-Prinzip vorgetragen werden. Dazu gibt es Folgeveranstaltungen wie Filme oder Follow-ups, in denen sich die Kinder tiefer mit dem Thema auseinander setzen können.  

  

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