Klientinnen-Portrait: Freitag ist ein Festtag

Stellvertretend für rund 500 Menschen, die vom slw begleitet werden, geben Helmtraud Alpan und drei weitere Klienten in der Kampagne #ichbinwiedu einen Einblick in ihr Leben.

Ein Glas Limonade im Café trinken und die Passanten beobachten, wie sie durch die Innsbrucker Altstadt spazieren. Oft sind es die kleinen Dinge des Alltages, die wir besonders genießen. Für diese „kleinen Festtage“ macht sich Helmtraud Alpan jeden Freitag hübsch: „Ich mag Rottöne – auch rote Nelken mag ich besonders. Ich bin wie du – schick und modisch möchte ich gesehen werden.“

Mit den richtigen Schmuckstücken zu einem gelungenen Erscheinungsbild kombiniert, kann es losgehen: Gemeinsam mit Unterstützer Francis Iloduba macht sich Helmtraud Alpan vom slw Innsbruck in der Elisabethstraße auf den Weg in Richtung Goldenes Dachl. Für Helmtraud Alpan ist das jedes Mal auch eine Zeitreise in ihre Kindheit: „Früher habe ich in der Altstadt gewohnt, das habe ich geliebt. Dort bin ich aufgewachsen.“

Stellvertretend für rund 500 Menschen, die vom begleitet werden, gibt Helmtraud Alpan in der Kampagne #ichbinwiedu einen Einblick in ihr Leben. Denn seit 130 Jahren arbeiten die Sozialen Dienste der Kapuziner daran, die Welt zu einem besseren Ort für uns alle zu machen. Ein runder Geburtstag, der heuer besonders gefeiert wird: In der Kampagne #ichbinwiedu kommen die Menschen zu Wort, für die sich die knapp 500 Mitarbeiter des slw jeden Tag aufs Neue engagieren. Und wie jedes Geburtstagskind hat auch das slw einen Wunsch: Dass Menschen mit und ohne Behinderungen ganz selbstverständlich miteinander leben.

Auch Helmtraud Alpan hat vor kurzem ihren 67. Geburtstag gefeiert. Über ihr bisheriges Leben sagt sie: „Ich ärgere mich nie. Lieber freue ich mich mit anderen zusammen. Nur manchmal bin schon traurig. Denn es sind alle tot, die ich geliebt habe.“ Und wenn man sie nach ihrem persönlichen Herzenswunsch fragt, dann sagt Helmtraud Alpan: „Ich war vor einigen Jahren schon einmal verheiratet. Jetzt wünsche ich mir meinen Mädchennamen zurück.“

Helmtraud Alpan spricht mit einem Unterstützer im Garten des slw Innsbruck