Mitarbeiter-Portrait: Grenzenlose Hingabe

Was Stefan Sponring macht, das macht er gerne, gut und spürbar mit Herzblut: Egal, ob er für die Menschen im slw Innsbruck kocht oder über den langen Weg zu seinem Sohn Abel spricht ...

Für Stefan Sponring war sein beruflicher Weg schon als Kind sehr schnell klar: Die Eltern hatten ein Lokal im Tiroler Unterland. „Ich habe die Abläufe schon von klein auf mitbekommen und habe später die Tourismusschule im Zillertal absolviert.“ Bis zum Pensionsantritt seiner Eltern hat er im Familienbetrieb mitgearbeitet. Doch dann hat er gemeinsam mit seiner Frau Alexandra eine Entscheidung getroffen: „Besonders in Kleinbetrieben ist es kaum möglich, dass man sich einen Tag frei nehmen kann. Und eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben ist in der Gastronomie auch sehr schwierig. Deswegen wollten wir den Betrieb nicht weiter führen. Für uns hatte ein gemeinsames Familienleben immer einen höheren Stellenwert.“ Daher kocht er seit 2010 mit großer Leidenschaft im slw Innsbruck auf – so bleibt nach der Arbeit genug Zeit für die Familie.

Und das Familienglück der Sponrings ist seit acht Jahren mit Sohn Abel perfekt: „Abel kam im Alter von 14 Monaten aus einem Waisenhaus der Barmherzigen Schwestern zu uns. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, ein Kind aus Afrika zu adoptieren, weil wir der Überzeugung sind: Kinder brauchen Eltern, die sie lieben – egal ob sie mit ihnen auch biologisch verwandt sind oder nicht.“ Eine große Hilfe dabei war der ehrenamtlich tätige Verein „Brücke nach Äthiopien“, der den Sponrings zwei Jahre lange dabei geholfen hat, alle erforderlichen Nachweise zu erbringen: „Ich werde das nie vergessen: Als wir zugesagt haben, Abel zu uns zu nehmen, haben wir ein erstes Foto via Internet übermittelt bekommen. Es hat eine Ewigkeit gedauert bis es vollständig geladen war“, meint Stefan Sponring, der seinem Sohn auch ein Bewusstsein für die eigenen Wurzeln mitgeben möchte. „Ich wünsche mir, dass mein Sohn ein weltoffener Mann wird. Er soll die Welt kennenlernen – auch die Heimat seiner Ursprungsfamilie in Äthopien.“

Stefan Sponring in der Küche