Förderinnen-Portrait: Sicher schon seit 100 Jahren

Die Familie von Gretl Stern (83) gehört zu einer der am längsten mit dem slw verbundenen Familien: Bereits ihre Großmutter hat den „fidelis“ verteilt. Gretl hat als Kind der Mutter beim Austragen geholfen. Ein großes Vergelts Gott für die treue Unterstützung!

Mit einem kleinen Gastgeschenk klopft Alberta Niederwieser, die als ehemalige slw-Geschäftsführerin den „fidelis“ immer wieder auch persönlich zu Förderinnen und Förderern bringt, an die Tür. Gretl Stern, die mit ihrer Familie im Stubaital wohnt, freut sich über den Besuch. Als sie vor mehr als 50 Jahren im Kampl von einer Dorfecke in die andere gezogen sind, hat sie das „fidelis“-Verteilen in ihre neue Heimat mitgenommen. Aber der „fidelis“ begleitet ihre Familie schon viel länger: „Hundert Jahre werden das sicher schon sein“, meint sie mit einem Lächeln bei einer Tasse Tee und Kuchen in der warmen Stube.

Ihre Großmutter hat mit dem Verteilen begonnen, es ihrer Tochter Agnes Egger übertragen und auch Gretl Stern ist als Kind mit dem „fidelis“ im Dorf unterwegs gewesen. Gerne erinnert sie sich noch an die Besuche der Kapuziner, die durchs Tal gezogen sind: „Oh, die Kapuziner-Ringerl! Wie haben wir uns gefreut als Kinder, wenn wir eines bekommen haben.“ Auch ihre drei Kinder haben – als sie klein waren – gebannt darauf gewartet. Mittlerweile selbst Oma von neun Enkelkindern, denkt Gretl Stern daran, die „fidelis“-Verteilung in jüngere Hände zu legen: Eine Nachfolge, die ihr und ihrem Mann Ludwig die aktuelle Ausgabe ins Haus bringen wird. Denn der „fidelis“ wird bei ihr sehnsüchtigst erwartet: „Einer meiner Jüngeren ist davon ganz begeistert und hat erst vor kurzem gesagt: Von den ganzen Heften ist mir der fidelis am liebsten.“

Alberta Niederwieser sitzt bei Gretl Stern vor dem Haus.