Förderer-Portrait: Von Blons bis nach Indien

Helmut Nigsch (75) ist fest im Christ-Sein verwurzelt: Er ist Messner in seiner Heimatgemeinde Blons und singt auch im Kirchenchor. Für Menschen in Not hat er ein großes Herz – das hat ihn vor drei Jahren vom Großen Walsertal sogar bis nach Indien geführt.

Der Weg von Bludenz nach Blons zu Helmut Nigsch präsentiert sich kurz nach Ostern als bezauberndes Winterwunderland: Dicke Schneeflocken scheinen besonders dicht von den schroff aufsteigenden Berggipfeln zu Boden zu tanzen – dazwischen teils sehr steile Straßen, die die vereinzelt liegenden Häuser miteinander verbinden. An der Abzweigung zu seinem Hof wartet Helmut Nigsch schon mit dem Schirm in der Hand. Kurz darauf in der wärmenden Stube erzählt er, dass er sich gerne für Menschen engagiert, die in Not geraten sind: Seit mehr als zehn Jahren verteilt er neun „fidelis“-Ausgaben und andere christliche Schriften in Blons und den Nachbargemeinden.

Auch mehrere Patenkinder in Indien unterstützt er über viele Jahre: Im Bundesstaat Andhra Pradesh, wo die Armut besonders groß ist, hat Pater Raja 1998 ein Heim für Straßen- und Waisenkinder gegründet, in dem auch Vergewaltigungsopfer, Kinder mit Behinderungen und mit HIV-infizierte Menschen aufgenommen werden. Als Pater Raja wieder einmal in der Nachbargemeinde zu Gast ist um Spenden zu sammeln, entsteht in Helmut Nigsch der Wunsch: „Ich möchte meine Patenkinder persönlich kennenlernen.“ Gemeinsam mit einer Bekannten macht er sich im Sommer 2014 auf den Weg nach Indien. Für Helmut Nigsch eine besondere Erfahrung, denn auch er wurde als Kleinkind nach dem Tod seiner Mutter wie ein eigener Sohn in einer Ziehfamilie aufgenommen.

Helmut Nigsch sitzt an seinem Tisch und zeigt ein Fotoalbum.