Förderinnen-Portrait: Zu Fuß durch das ganze Dorf

Judith Fiechtl verteilt seit vier Jahren mehr als 60 fidelis-Ausgaben im vorderen Zillertal: „Wenn die neuen Hefte mittags in der Post waren, dann bin ich oft am selben Abend noch mit den ersten unterwegs – alles zu Fuß. Das ist ein guter Grund, durchs Dorf zu marschieren.“

Noch kurz nach ihrem 70. Geburtstag steckt Judith Fiechtl noch voller Tatendrang: Am Rosenmontags nimmt sie sich für das „fidelis“-Team ein bißchen Zeit, um über das Verteilen der 62 Hefte in und rund um Schlitters zu sprechen. Durch ihr Engagement in der Katholischen Frauenbewegung und in der Notburga-Gemeinschaft ist sie auch immer wieder „auf Achse“. Und in den nächsten Tagen bleibt für Judith Fiechtl noch einiges zu tun: Drei Geburtstagskindern aus ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis möchte sie persönlich gratulieren. Einen Besuch in Gerlos hat sie auch fest versprochen und die Kirchenreinigung ist seit gut neun Jahren hauptsächlich in ihren Händen.

„Ich habe einen großen Bekanntenkreis. Neue Mitglieder für den fidelis zu finden, ist zwar manchmal nicht so einfach, doch ich spreche immer wieder Menschen im Dorf an. Oder während ich die Kirche reinige. Ein Euro im Monat für Kinder, die es im Leben nicht immer leicht gehaben haben – das ist ein gutes Argument, das viele überzeugt“, erzählt Judith Fiechtl aus ihrem Erfahrungsschatz. Wenn sie die neue „fidelis“-Ausgabe verteilt, dann ist sie im ganzen Dorf unterwegs – alles zu Fuß, denn die Bezieher sind weit verstreut zu Hause. Nach einem arbeitsreichen Tag entspannt Judith Fiechtl am liebsten mit Handarbeiten: „Während dem Tischdecken-Sticken oder Socken-Stricken kann ich die Welt rund um mich fast völlig vergessen.“

Judith Fiechtl steht in ihrem Garten.