Förderer-Portrait: Großes Herz für Vergessene

Wolfgang Prugger (63) engagiert sich gerne für Menschen, an die kaum jemand denkt: Er verteilt mehr als 40 „fidelis“-Ausgaben, um Familien in Not zu unterstützen. Auch die ehrenamtliche Gräberpflege des Schwarzen Kreuzes liegt ihm seit vielen Jahren sehr am Herzen.

Als Dank dafür, dass er von einer schweren Erkrankung geheilt wurde, hat Wolfgang Prugger vor 15 Jahren „Ja“ zum Verteilen von „fidelis-Ausgaben“ gesagt – eine frühere Fördererin hat ihn darum gebeten, ihre Nachfolge in Rankweil und Sulz anzutreten. „Das Team rund um Prof. Reinhard Haller hat mich sehr im Kampf gegen die Erkrankung unterstützt. Auch durch die sehr gute Betreuung bin ich wieder gesund geworden“, sagt Wolfgang Prugger mit großer Dankbarkeit und freut sich, dass er durch das Verteilen von „fidelis“-Ausgaben die Sorgen von Familien in Not mildern kann. Ehrenamtliches Engagement hat für den pensionierten Telegrafen-Beamten einen großen Stellenwert: In seiner Heimatgemeinde verbringt er als geschäftsführender Obmann des Kameradschaftsbundes Rankweil seit knapp 27 Jahren auch viele Stunden seiner Freizeit in der ehrenamtliche Kriegsgräberpflege des Schwarzen Kreuzes: Er betreut die letzten Ruhestätten von 205 gefallenen Soldaten am Kriegsgräberfriedhof. „Mein Großvater war Frontsoldat, auch meine Mutter hat viele ihrer Schulkameraden durch den Krieg verloren. Und es ist mir ein Anliegen, mit meiner Arbeit ein Zeichen des Gedenkens zu setzen. Das ist für mich gleichzeitig eine stille Mahnung für den Frieden“, sagt Wolfgang Prugger und ist überzeugt: „Durch‘s Reden komm die Lüt zsa.“ Daher wünscht er sich, dass auch der Alltag von einer offenen Begegnung von Mensch zu Mensch getragen wird.

Wolfgang Prugger sitzt in seinem Garten. Vor ihm steht ein bunter Blumenstrauß.